Mitarbeitermotivation

Burnout vorbeugen – auf Wertschätzung kommt es an

Nach ganz fest kommt ganz locker. So beschreiben Handwerker das Überdrehen einer Schraube. Zieht man sie so fest an, dass man das Gewinde beschädigt, hat sie gar keinen Halt mehr. Der Handwerker hat das Gegenteil seiner Absicht erreicht. Weniger wäre mehr gewesen. 

Ähnlich verhält es sich beim Burnout. Diesen Begriff prägte erstmals Mitte der 1970-er Jahre der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger. Er beschrieb das Phänomen im Zusammenhang mit Menschen, die sich mit Ihrem Engagement im Job überlasten und dabei ausbrennen. Inzwischen ist Burnout bedingt als Krankheit anerkannt. In der seit 2022 gültigen 11. Auflage der International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD-11) wird Burnout als Faktor beschrieben, „der den Gesundheitszustand beeinflusst und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt“. 

Definiert wird Burnout in der ICD 11 als:

  • Folge unbewältigten chronischen Stresses am Arbeitsplatz, 
  • Erschöpfungsgefühl, 
  • erhöhte mentale Distanz zur Arbeit verbunden mit negativen Gefühlen von Verweigerung und Zynismus,
  • Empfinden von mangelnder Effektivität und Leistung.

Anzeichen erkennen

Burnout zeigt sich in Form von andauernder Müdigkeit und Erschöpfung. Betroffene fühlen sich überfordert von ihren alltäglichen Aufgaben. Sie bedürfen zunehmend der Ruhe, finden diese jedoch nicht, da sie nicht abschalten können und schlecht schlafen. Schlechte Leistungen bei der Arbeit sind die logische Folge. Die Konzentration schwindet, Fehler häufen sich. Das macht die Betroffenen zusätzlich nervös. Auch körperliche Symptome wie Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden oder Schmerzen können vorkommen. 

Wenn Personalverantwortliche solche Anzeichen beobachten, liegt eine Diagnose nahe. Zumal, wenn klar ist, dass die betreffende Person viel arbeitet. Allerdings ist Burnout kein Fall für Dr. Google. Es kann auch mit „depressiven Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen“ verwechselt werden, die Ärzte unter seelischen Erkrankungen am häufigsten diagnostizieren. Depressionen erfordern eine ganz andere Therapie als Burnout. Ruhe kann dabei schaden. Eine falsche Diagnose kann schlimme Folgen haben. Deshalb sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden

Vielfältige Ursachen

Überlastung entsteht durch Termin- und Zeitdruck oder durch unrealistisch hoch gesteckte Zielvorgaben. Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes und Ärger mit Kollegen wirken sich ebenfalls schädlich aus. Auch Selbstzweifel, ein unerfülltes Bedürfnis nach Anerkennung und geringe Wertschätzung seitens des Arbeitgebers sind zusätzliche Einflussfaktoren. 

Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf hohe Belastung bei der Arbeit, die auch ins Privatleben hineinwirkt. Nicht jeder entwickelt ein Burnout. Entscheidend sind sicherlich persönliche Voraussetzungen (Resilienz), aber auch das Arbeitsumfeld. Begünstigt wird Burnout durch die Kombination hoher Belastung und negativer Gedanken im Zusammenhang mit der Arbeit. Wenn man nachts wach liegt und an die Arbeit denkt, macht es natürlich einen Unterschied, ob man dabei lächelt oder mit den Zähnen knirscht. 

Burnout ist ein Wirtschaftsfaktor

Gemäß einer Erhebung der AOK steigen die Fallzahlen seit 2004 steil an. Aus 0,6 Fällen der Arbeitsunfähigkeit wegen Burnout pro 1.000 Mitglieder*innen wurden bis 2011 schon 4,8 und bis 2021 sogar 6 Fälle. Die Zeit der Krankschreibung stieg im selben Zeitraum von insgesamt 13,9 Tagen auf 141,8 pro 1.000 Mitglieder*innen. Hochgerechnet bedeutet das 194.000 Fälle und 4,8 Mio. Krankheitstage unter allen gesetzlich versicherten Arbeitnehmer*innen – allein im Jahr 2021.

Beste Prophylaxe: eine wertschätzende Unternehmenskultur

Bei Betrachtung der Ursachen von Burnout wird schnell klar, dass Arbeitgeber*innen etwas tun können. Die richtige Gestaltung des Arbeitsumfeldes kann die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Burnout deutlich reduzieren.

Insbesondere wenn es darum geht, als Burnout-Prophylaxe Wertschätzung und Anerkennung statt Selbstzweifel zu vermitteln, kann cadooz helfen. 


Unsere Incentives können wichtiger Baustein in einer wertschätzenden Unternehmenskultur sein. Die Belohnung, die ein Incentive darstellt, stärkt das Selbstwertgefühl. Wenn sie zudem individuell ist, kommt auch noch persönliche Wertschätzung hinzu. Arbeitgeber zeigen dadurch, dass sie die Mitarbeiter*innen wahrnehmen und ihre persönlichen Interessen kennen und unterstützen. Dabei ist die große Vielfalt unseres Portfolios ein großer Vorteil. 

cadooz Employee Benefit Club

Arbeitgeber*innen, die ihre Mitarbeiter*innen effizient incentivieren möchten, können das digital und komfortabel mit unserem Employee Benefit Club tun. Ganz nebenbei nutzen Sie mit dem Employee Benefit Club finanziellen Vorteile des steuerfreien Sachbezugs. Er bietet ein hervorragendes Verhältnis von geringem Aufwand und großem Nutzen. Arbeitgeber*innen können sehr einfach und gleichzeitig wirkungsvoll Wertschätzung gegenüber Mitarbeiter*innen zeigen. Die Folgen für die Motivation und das Wohlbefinden der Belegschaft können nur positiv sein. 

Natürlich können Incentives nur ein Teil von vielen sein, wenn es darum geht, ein Arbeitsumfeld ohne Burnout zu gestalten. Vor allem ist die Achtsamkeit der Personalverantwortlichen gefragt. Letztlich kommt es darauf an, dass Arbeitgeber*innen die Schraube nicht überdrehen und auch nicht zulassen, dass Mitarbeiter*innen es selbst tun. Burnout vorzubeugen ist nicht nur ein ethisches Gebot, sondern auch ein betriebswirtschaftliches.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre Mitarbeiter*innen zu motivieren. Nutzen Sie dafür einfach unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an!

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