Das Gute vorweg: Der 44-Euro-Sachbezug wird zum 50-Euro-Sachbezug

Gute Nachrichten: Nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2020 soll die vom Gesetzgeber beabsichtigte Vereinfachung durch die Sachbezugsfreigrenze in einem etwas erweiterten Umfang auch weiterhin zugelassen werden.

Seit dem 01.01.2022 hat sich die monatliche, steuerfreie Sachbezugsgrenze von 44 Euro auf 50 Euro erhöht.
Das bedeutet: Seit 2022 sind geldwerte Vorteile von bis zu 50 Euro monatlich möglich.

 

Gutscheine als Sachbezug: endlich etwas mehr Klarheit

Der Bundestag hat im Jahr 2019 eine neue gesetzliche Regelung für Sachbezüge verabschiedet, welche ab dem 01.01.2020 in Kraft getreten sind. Der neue Gesetzestext in § 8 Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) lautet wie folgt:

„Einnahmen sind alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Steuerpflichtigen im Rahmen einer der Einkunftsarten des § 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 bis 7 zufließen. Zu den Einnahmen in Geld gehören auch zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen, Geldsurrogate und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten. Satz 2 gilt nicht bei Gutscheinen und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes erfüllen.“

 

 

Update:


Neues Schreiben des BMF vom 15.03.2022: Erstmalige Konkretisierung des Modells "Gutscheine gegen Gutscheine"

Link zum BMF Schreiben

 

Das Wichtigste im Überblick:

 

     

  • Randziffer 24 f): Gutscheine gegen Gutscheine sind Sachbezug wenn technisch und vertraglich sichergestellt ist, dass die Voraussetzungen in aa) sowie bb) erfüllt sind.
  •  

  • Konkret bedeutet das, dass die auswählbaren Händlergutscheine selbst die Kriterien des § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG erfüllen und, dass das Guthaben der Gutscheine erst nach Auswahl des Händlergutscheins zur Verfügung steht.
  •  

  • Nach Auffassung von cadooz und seinen Rechtsberatern erfüllt der EmployeeChoice die Kriterien und stellt somit Sachbezug dar.
  • Rechtssicherheit, ob ein konkreter Gutschein die Voraussetzungen für den Sachbezug seit dem 01.01.2022 erfüllt, kann jeder Arbeitgeber durch eine Anrufungsauskunft erhalten.
  •  

 

 

Mitgliedschaft im PVD

cadooz ist Mitglied des Prepaid Verbands Deutschland (PVD), dem Interessenvertretung der Prepaid-Branche. Das Ziel des PVD ist es, die Prepaid-Branche zu fördern und die Regulierung mitzugestalten. Der PVD ist mit Entscheidungsträgern aus der Politik und den verschiedenen europäischen sowie nationalen Behörden und Verbänden vernetzt. 

Durch die enge Verbandsarbeit stellt cadooz sicher, über wichtige Entwicklungen laufend und aktuell informiert zu sein.

Unsere Lösung: Der EmployeeChoice


Mehr über unseren EmployeeChoice erfahren

Weitere Lösungen mit steuerlichen Vorteilen

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

 

 

Bitte beachten Sie:

Die vorgenannten Informationen stellen keine steuerliche Beratung dar und ersetzen in keinem Fall den Gang zum Steuerberater. Bei den oben genannten Ausführungen handelt es sich um eine Einschätzung von cadooz, die sich im Nachhinein auch als nicht zutreffend erweisen kann. cadooz haftet nicht für nachteilige Folgen, die Ihnen entstehen können, wenn Sie sich auf die oben aufgeführten Informationen verlassen. Unsere Empfehlung lautet daher, dass Sie sich diesbezüglich steuerrechtlichen Rat einholen und gegebenenfalls eine Prüfung durch Ihre Finanzverwaltung vornehmen lassen.